On my Way to the Stars


Anleitung zum Fantasieren
Mittwoch, 14. März 2007, 1:17
Filed under: Chaos Room | Schlagwörter: , , , , , , ,

Haben Sie das auch schon einmal gemacht? Auf ihrem Weg nach Haus, die Häuser und Wohnungen angeschaut und sich gefragt: „Wie wohnt es sich da? Könnte ich da wohnen? Die Aussicht muss ganz toll sein, aber diese nullachtfufzig Fenster, ach ich weiß nicht.“

Haben Sie noch nicht gemacht? Na. Dann wird es höchste Zeit!

Warum? Na, weil es Spaß macht seine Gedanken etwas Zickzack und andere Wege laufen zu lassen. Sie finden das albern, kindisch, etwas seltsam und nicht gerade eine sinnvolle Beschäftigung? Ach, kommen Sie! Erst einmal ausprobieren.

Also ich schlage vor: Sie nehmen sich für den Abend etwas vor. Was macht Ihnen Spaß? Ein Kinobesuch, ein schönes Essen, der Besuch von Freunden oder der Disco?

Entspannen Sie sich bei dem was Sie tun und nehmen Sie mal nicht das Auto, die Mitfahrgelegenheit bei einer Bekannten oder einem Bekannten und auch nicht das Taxi. Ist ja eh so teuer. Fahren Sie mit der Straßenbahn, dem Bus, der U-Bahn oder meinetwegen auch mit der Schwebebahn, falls Sie in Wuppertal wohnen sollten, nach Haus. Sprich: Benutzen Sie ein Verkehrsmittel, wo Sie niemand kennt und Sie ein Stück nach Haus oder zur Haltestelle laufen müssen. Sollte Beides sehr nah sein, empfiehlt es sich zwei Stationen früher auszusteigen.

So, nun sind Sie entspannt, zufrieden mit Ihrem Abend und haben alle Zeit der Welt in Richtung Heimat zu schlendern. Sollten Sie das Glück einer Begleitung haben, ist es dem Ganzen förderlich, wenn sie oder er ein Mensch ist den Sie lang und gut kennen, kurz jemand mi dem man auch Mal schweigen kann.

Schlendern Sie nun die Straße entlangund schauen Sie sich um. Fällt Ihnen etwas auf, was Sie im alltäglichen Vorbeieilen noch nie gesehen haben? Zum Beispiel, dass an der Ecke, im Haus mit der bröckelnden Fassade, zweiten Stock, jemand eine furchtbar verkrüppelte Topfpflanze im Fenster steht? Oder, fällt Ihnen plötzlich auf, dass das Mietshaus auf der anderen Straßenseite ein Dachgeschoss mit Atelierfenstern hat? Und geben Sie es zu, der Mülleimer neben dem Rasenstück ist Ihnen noch nie aufgefallen. Nehmen Sie sich Zeit zum Hinsehen, teilen Sie ihre Entdeckungen mit ihrer Begleitung oder schmunzeln Sie in sich hinein und merken Sie sich sie gut, damit Sie sie erzählen können.

Nun suchen Sie die beleuchteten Fenster. Fällt Ihnen hier oder da etwas auf? Würden Sie auch geblümte Vorhänge in die Fenster hängen? Würden Sie auch den Zaun so anstreichen? Diese Pflanzen kaufen? Würden Sie auch gern im fünften Stock oder doch lieber nahe der Erde wohnen? Was für ein Mensch könnte hinter diesem, vom Flimmern des Fernsehers erleuchteten, Fenster wohnen? Was für ein Mensch wären Sie, wenn Sie dort wohnen würden? Was würde diese Wohnung, dieses Haus für Sie bedeuten: ein trautes Heim, eine Zwischenstation, ein Zufluchtsort, ein Gefängnis?

Denken Sie nach! Spinnen Sie rumm! Es ist ja dunkel, Keiner sieht Sie und achtet so genau auf Sie. Sie brauchen sich keinen Kopf zu machen, dass jemand Sie fragt was sie da tun. Sie laufen nach Haus und träumen ein wenig dabei. Nichts weiter, oder?

Viel Erfolg wünscht Kate NightSky

PS: Nicht über die förmliche Anrede wundern. Der Text ist schon älter und ich wollte ihn nicht ändern. Außerdem tut das Sie auch mal gut.😉


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